Alexander von Wiedenbeck und sein Projekt „Hope“

Der rottaler Fotograf Alexander von Wiedenbeck sammelt derzeit Geld für sein Crowdfunding- Projekt

Mit einem beispiellosen Spendenprojekt will der 32-jährige Mode- und Reportagefotograf Alexander von Wiedenbeck Vorbildfunktion übernehmen und die Kunst- und Fotoszene dazu animieren, sich verstärkt ihrer sozialen Verantwortung zu stellen. Sämtliche Erlöse seiner geplanten Wanderausstellung „Hope“ sowie des dazugehörigen Ausstellungskatalogs sollen bedürftigen Kindern aus den Philippinen zugutekommen, die sich von ihm haben porträtieren lassen. Die Exponate der Ausstellung entstanden im Rahmen einer Philippinenreise mit der Aktionsgruppe „Kinder in Not“ e.V., die vor Ort mehrere Hilfsprojekte betreut.

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Jeder kennt die oft schonungslosen, eindrücklichen Fotografien von bitterer Armut und Krieg. Bilder renommierter Fotografen, die erschrecken, aber dennoch faszinieren und die sich vor allem gut verkaufen. Die Branche vermeldet seit vielen Jahren starke Umsätze; ein Ende ist noch lange nicht abzusehen. Was aber ist mit den Betroffenen, mit den Menschen, deren Not zur Schau gestellt wird? Inwieweit profitieren sie vom Millionengeschäft? Die traurige Antwort lautet in der Regel: Gar nicht!

Alexander von Wiedenbeck möchte hier neue Maßstäbe setzen und die Menschen, die sich von ihm so bereitwillig haben fotografieren lassen, an seinem Erfolg beteiligen.

„Es war der Gedanke etwas zurück zu geben“, erklärt der 32-jährige. „Bei all den zahlreichen Werbeproduktionen, den Modestrecken, den Porträts rund um den Globus hat man natürlich viel erlebt und viel gesehen, zumeist nur Gutes. Ich habe inspirierende Menschen getroffen, magische Orte bereist und intensive Momente erlebt. Die Welt hat mir viel gegeben, es war nun an der Zeit sich zu revanchieren.“ So entstand die Idee, ausgewählte Hilfsprojekte für Kinder in Entwicklungsländern fotografisch vor Ort zu dokumentieren, im Rahmen einer Ausstellung
zu präsentieren und die Erlöse an die Projekte zurückfließen zu lassen. Mit der Aktion soll nicht nur der Blick auf die unwürdigen Lebensumstände der Kinder gelenkt, sondern gleichzeitig das soziale Bewusstsein der Fotografie-Branche geschärft werden, die von den Elendsbildern indirekt profitiert.

Anfang 2015 reiste von Wiedenbeck gemeinsam mit der Windhagener Aktionsgruppe Kinder in Not e.V. auf die Philippinen. Die Hilfsorganisation wurde 1983 auf Initiative der Unternehmerin Gisela Wirtgen gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Not leidende Kinder auf den Philippinen, in Indien und Brasilien ehrenamtlich durch Hilfsprojekte und Patenschaften zu unterstützen. Mittlerweile unterhält die Aktionsgruppe mehr als 30 Hilfsprojekte und kann auf das Engagement prominenter Botschafter wie Georg Hackl und Kai Kazmirek zählen.

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„Es war die schlimmste und gleichzeitig schönste Reise meines Lebens“, so das Resumeé des jungen Fotografen. „Schrecklich auf der einen Seite, aufgrund der katastrophalen und fast schon surrealen Lebensumstände der Kinder auf den Philippinen. Aber auf der anderen Seite haben diese Kinder mein Herz weit mehr geöffnet als ich es je für möglich gehalten hätte.“

Die auf den Müllkippen und Friedhöfen von Cebu City entstandenen Bilder, die das Leben der Kinder in seiner ganzen Bandbreite widerspiegeln und eindrücklich zeigen, wie nahe Elend, aber auch große Hoffnung beieinanderliegen, werden nun im Rahmen der geplanten Wanderausstellung „Hope“ zu sehen sein. Sämtliche Einnahmen aus der Ausstellung sowie vom Verkauf der Exponate und des Katalogs werden konkret für die Hilfsprojekte eingesetzt, in denen die Bilder entstanden – 1 zu1 und ohne Abzüge von Verwaltungskosten. Ein in dieser Form einmaliges Projekt, das in der Kunstwelt Schule machen könnte. Die Finanzierung der Ausstellung und des Katalogs erfolgen über ein Crowdfunding auf dem Portal Kickstarter.com; Spenden sind noch bis 19.02.2016 jederzeit willkommen.

Link zum Crowdfunding auf Kickstarter.com: http://kck.st/1m6Lw0V

Link zur Projekt Website: www.hope-exhibition.com

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